Erstellt von admin am Freitag 20. November 2009
“jemand” war’s, der mist gebaut,
“jemand” hat nicht nachgeschaut,
“jemand” sollte endlich nun
was zu erledigen auch tun.
wenn etwas fehlt - der “jemand” hat’s
es ist nicht mehr an seinem platz!
“jemand” hat kaffee vergessen,
“jemand” hat’s heimlich aufgegessen.
wenn man an diesen “jemand” denkt
sich gleich der ärger auf ihn lenkt.
was “jemand” für uns alle schafft:
immer “voll da” - mit aller kraft!
Zuerst veröffentlicht:
06/20/2004 10:52
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Erstellt von admin am Freitag 20. November 2009
Wo jugendlich die Form einst war
machen Muskeln sich jetzt rar
sie sind ersetzt durch Massen Fett
und träge wird der Mann im Bett …
Allein, der Zahn der Zeit nagt auch
an Frauen: Falten wirft der Bauch
und auch die Brust wird etwas schlaffer
das Haar wird kurz, meist auch noch glatter …
Sie gleichen, beiderlei Geschlechts,
sich mehr und mehr von links und rechts
wenn sie dann noch ein Haustier halten
hat’s rundum oft die gleichen Falten …
Zuerst veröffentlicht:
06/19/2004 03:01
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Erstellt von admin am Freitag 20. November 2009
es sprach der scheich zum grosswesir:
fünf neue frauen hab ich hier
die erste näht und flickt die kleider
die zweite schön, doch unnütz - leider
die dritte kocht mir schwarzen tee
die vierte präpariert’s buffet
die fünfte aber ist ganz dreist
weil ständig sie die tür mir weist
drum schaff’ mir flugs ‘ne sechste her
sonst wird das leben mir zu schwer!
der wesir bleibt stumm und denkt:
wie klug das schicksal es so lenkt:
frau’n eins bis vier sind pflegeleicht
bei fünf er nie etwas erreicht
statt sich mit einer zu bescheiden
muss er jetzt unter fünfen leiden!
und jede weit’re das ist klar,
macht es nur schlimmer als es war.
jedoch er spricht: sehr wohl mein herr,
ich werde entsprechen dem begehr.
auf zum basar mit frohem mut
er sich sodann begeben tut.
dort sucht er aus die schönste maid
gazellengleich, im glitzerkleid
mit hellem lachen, wortgewandt
wie er nach umfangreicher prüfung fand.
sie ward dem sultan angetraut
und “ab!” gings mit der neuen braut.
vergessen war’n die alten sorgen:
er fand kaum schlaf - bis in den morgen!
so trieb’s der sultan tagelang
bis eines tags der ruf erklang:
der sultan ist dahingeschieden!
trauern soll’n alle die ihn liebten.
der wesir wiegt leicht den kopf
und denkt: so ging er hin, der tropf!
hätt ich - auch vorsichtig - gemahnt
und vor den folgen ihn gewarnt
hätt er mit strafe mich bedacht,
vielleicht, noch schlimmer, ausgelacht!
ironie des schicksals war
was kurz danach am hof geschah:
der wesir die witwe freite …
in freuden leben sie noch heute.
Zuerst veröffentlicht:
DATE: 06/11/2004 11:36
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Erstellt von admin am Sonntag 15. November 2009
Die güld’ne Sonn’ am Himmel steht,
ein laues Lüftchen aufwärts weht.
Nimmt mit sich sehr viel Wasserdunst
daraus entsteht manch’ Wolkenkunst.
Sie steigt hinauf in große Höh’n
bis wir sie - unten - nicht mehr seh’n.
Wenn kalt ihr wird am Firmament
ist nichts mehr was die Tröpfchen hemmt:
Sie ballen sich, die Tropfen wachsen,
dreh’n heftig sich um alle Achsen,
und fallen schließlich zu uns runter.
Wird’s viel dann geh’n wir alle unter ….
Bleibt es dagegen moderat
wird mit Lob gar nicht gespart.
Im Frühling heißt es: Gut so, Regen!
Die Pflanzen brauchen’s, so ein Segen!
Im Sommer spricht man: Endlich Regen!
Wir konnten vor Hitz’ uns kaum bewegen!
Doch in den ander’n Jahreszeiten
kann man den Regen nicht gut leiden.
[zuerst veröffentlicht am 05/17/2004 10:45 h
in dem eingestellten weblog "toomuch"]
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Erstellt von admin am Sonntag 15. November 2009
Es sprach einst der Wesir
zu seinem Eseltier:
Vier Beine - doch so dumm,
stehst meistens nur so rum!
Wie der Wesir erschrak
als dann der Esel sprach:
Ich bin vielleicht sehr dumm
doch schau mal an mein’n mmm
Da wirst vor Neid du blass
zweibein’ges Menschenaas!
[zuerst veröffentlicht am 05/17/2004 10:25 h
in dem eingestellten weblog "toomuch"]
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Erstellt von admin am Sonntag 15. November 2009
Frühling bringt Grün zurück in’s Land.
Im Sommer kriegt man Sonnenbrand.
Nach Regenguss Kakteen blüh’n.
Vögel im Herbst nach Süden zieh’n.
Im Winter macht die Sonn’ sich rar.
Allein der Mensch ist rund um’s Jahr
so wie er letztes Jahr schon war.
[zuerst veröffentlicht am 05/07/2004 07:00 h
in dem eingestellten weblog "toomuch"]
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Erstellt von admin am Sonntag 15. November 2009
“Heraus zum Roten 1. Mai!”
war einst die Kampfparole.
Keiner ist mehr gern dabei,
tot ist der “rote” erste Mai!
Der “Arbeiter” ist abgeschafft,
Gewerkschaften sind abgeschlafft,
Politiker aller Couleur
freut das sehr.
Wo Kampfgeist fehlt, wo man verzagt,
wo Klassenkampf ist abgesagt,
regier’n indessen
Vorstands- und Aufsichtsratsinteressen.
[zuerst veröffentlicht am 05/01/2004 03:49 h
in dem eingestellten weblog "toomuch"]
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Erstellt von admin am Donnerstag 12. November 2009
den füchsen, wieseln, bären, affen
ähneln - weiß gott! - die vorstandslaffen.
doch vor den vettern in berlin
würden sie glatt die hüte zieh’n:
denn die beherrschen alle tricks
- nur für die bürger tun sie nix …!
[zuerst veröffentlicht als "vetternwirtschaft" bei dem jetzt eingestellten weblog "toomuch"]
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Erstellt von admin am Samstag 31. Oktober 2009
Sonntag ruft bei Montag an,
ob er nicht schnell ‘mal kommen kann,
doch Dienstag ist heut’ zu Besuch,
mit Mittwoch las man grad ein Buch.
Halt! - Donnerstag war auch dabei,
auf seinen Wunsch las man Karl May. *
Montag fragt Sonntag daher,
ob es vielleicht nicht klüger wär’,
sich Freitag als Kumpan zu hol’n,
weil: Samstag ist in Iserlohn.
Zuerst veröffentlicht:
DATE: 04/18/2004 07:24:21 PM
AUTHOR: wvs
* (sein Vorschlag war:)
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Erstellt von admin am Samstag 31. Oktober 2009
Montag und Dienstag denken eifrig nach;
Mittwoch und Donnerstag lauschen Herrn Bach;
Freitag und Sonnabend woll’n stattdessen Brahms.
Sonntag leis zu Montag: Ich ahns,
ich bin wohl nie zu zweit,
kein Partner weit und breit!
Zuerst veröffentlicht:
DATE: 04/17/2004 11:08:38 PM
AUTHOR: wvs
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